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"Die Sprache, wie ich sie in der Primarschule gelernt habe, ist perfekt. Alles, was davor war, ist altmodisch. Alles, das danach dazu gekommen ist, ist moderner Unsinn". So denken viele Leute. Nur schade, dass wir nicht alle zusammen zur Schule gingen, so haben wir wohl alle eine tiefe Verachtung für die Sprache des andern.
Die moderne Linguistik sieht das anders, sie beobachtet Neuerungen mit Interesse und versucht Tendenzen zu finden. Manchmal finden sich dazu interessante Beiträge in der Tagespresse. Wenn ich etwas entdecke, liste ich es hier auf.
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Gestern in der Forchbahn sass eine junge Frau im gleichen Abteil. Nach einem 30 Sekunden Gespräch mit ihrem Mann, musste sie dieses 30 Minuten mit ihrer Freundin diskutieren und analysieren. Wie sinnvoll das ist, und wie sinnvoll es ist, so etwas in der Bahn zu tun, sei dahingestellt.
Interessant war aber, ihr Sprachgebrauch. Sie berichtete ja, dauern, was sie gesagt hat und was ihr Mann. Die direkte Rede wurde dabei nicht eingeleitet mit ...dann sagte er... dann sagte ich..., sondern konsequent mit ...und er so, ... und ich so... Ich frage mich nun, ob dies ein Anglizismus bzw. Amerikanismus ist, der bis jetzt unbemerkt durch ging. Mich erinnert die Formulierung nämlich stark ans Amerikanische ...and he went like... Ob das wohl die Übersetzung ist, die für amerikanische Serien gebraucht wird und die sich jetzt auch im Deutschen eingebürgert hat? |
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Interview im Tagi mit Rudolf Hoberg zum Thema Sprachzerfall. Mit vielem spricht er mir aus dem Herzen, die Aussage "Aber zum Beispiel das Schwinden des Genitivs zu beklagen, ist völliger Unsinn. Es hat noch nie eine Zeit gegeben, in der mehr Genitive benutzt wurden als heute." scheint mir schon etwas undifferenziert. |
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Es darf wieder geflucht werden: In den USA hat ein Gericht die Vorschriften gegen Schimpfwörter in Radio und Fernsehen gekippt. Die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit gehe vor, urteilten die Richter. Die Sender wird's freuen - ihnen drohten bisher horrende Geldstrafen. Quelle: spiegel online |
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Das ist doch mal ein vernünftiger Ansatz: spiegel online erklärt englische EDV-Ausdrücke einfach und erklärt, woher die Begriffe kommen, statt darüber zu schimpfen. |
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Jetzt fangen die Schweizer auch an: gemäss Tagi hat der Bund eine Übersetzungsliste für Anglizismen zusammengestellt. Oh je.
Nachtrag: auch einige der Kommentare sind lesenswert. |
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Schluss mit "Call a Bike" und "Kiss and Ride": Bahn-Chef Rüdiger Grube hat angekündigt, künftig weniger englischsprachige Ausdrücke bei Angeboten der Deutschen Bahn zu verwenden. Lang etablierte Begriffe wie "Intercity" bleiben jedoch erhalten. Mehr bei spiegel online |
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Da macht eine Texanerin eine Umfrage zu Lehn-Verben im Deutschen. Spannend finde ich dabei neben dem Thema auch, dass sie im Einführungstext darauf aufmerksam macht, dass sie Antworten in jeder Varietät wünscht. Die Amis scheinen da etwas begriffen zu haben:
I am a graduate student in Germanic Studies at the University of Texas. I am soliciting responses from German native speakers (any variety of German) for a survey about the assimilation of English loan verbs in German.
Den ganzen Text gibt's hier. |
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Erstaunlich: der Tagi befragt Doris Steffen vom IDS zu Neologismen. Warum nicht jemanden aus der Schweiz? Entsprechend kurz und ausweichend fällt dann auch die Antwort zu einem Helvetismus aus. |
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eigentlich ist doch schon Nuller-Jahre eine interessante Wortschöpfung, oder nicht? So, wie ich es im Titel geschrieben habe, scheint es auch noch etwas mit dem WC zu tun zu haben, das habe ich jedoch vom Tagi übernommen. Dieser hat denn auch die Liste der Noeologismen zusammengestellt. |
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«S Beschte wos je hets gits?» ist das Jugendwort des Jahres. Mir gefällt dabei vor allem der Kommentar des Tagi: "Die heutige Jugend geht flinker und origineller mit Sprache um als jede Generation vor ihr." Na also, geht doch ;-) |
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